Zuckermelonen

Zuckermelonen

Singular:
Zuckermelone
Familie:
Cucurbitaceae – Kürbisgewächse
Spezies:
Cucumis melo

Ursprung

Die Heimat der Melonen kennt man nicht genau. Manche Botaniker nehmen Indien an, weil sich der Name von einem Sanskritwort ableiten soll. Andere schlagen den Vorderen Orient vor: Im alten Ägypten hatte man ein eigenes Wort für die süßen Früchte, während weder Griechen noch Römer sprachlich zwischen Gurken und Melonen unterschieden. Melonen tauchen auf Wandmalereien in Pharaonengräbern auf. Auch aus Afrika könnten sie stammen: dort gibt es noch Wildformen der süßen Melone.

Pflanze

Botanisch gesehen zählt sie, wie ihre Verwandten Gurken, Kürbis, Zucchini oder Wassermelone zum Gemüse, für die Verbraucher gehört sie zu den köstlichen Sommerobstsorten. Die kriechenden, einjährigen Pflanzen mit zartgelben Blüten tragen süße, wasserreiche, duftende Früchte. Anders als bei Wassermelonen konzentrieren sich die Samenkerne in der Mitte des Fruchtfleisches. Es gibt Melonenvarietäten mit glatter, gerippter oder netzartiger Schale.

Anbau

Heute werden Melonen in den tropischen und subtropischen Klimazonen auf der ganzen Welt angebaut — sowohl unter Glas oder Folie als auch im Freiland. Die wichtigsten Produzenten sind China, die Türkei und andere Mittelmeerländer.

Importe

Das ganze Jahr über: Spanien liefert von April bis Februar, die Türkei nur bis Januar. Aus Italien und Frankreich kommen Importe von Mai bis Oktober bzw. Ende September. Ägypten liefert im November und Dezember und von April bis Juli, Israel von April bis Januar, danach Südafrika von Januar bis März. Argentinien bis Juni. Brasilianische Melonen sind von Dezember bis März, chilenische bis April auf dem Markt.

Frucht

Essbar:
Fruchtfleisch.
Ungenießbar:
Schale.
Besser entfernen:
Kerne.
Geruch:
fruchtig und leicht nach Honig.
Geschmack:
leicht oder intensiv süß, fruchtig, mit dem arttypischen Aroma.
Gewicht:
500 g bis 2 kg.
Form:
rund oder eiförmig.
Schale:
dick, je nach Sorte glatt und gelb oder grüngelb, mit weißlichem oder hellbraunem Netz überzogen oder glatt und mit Rippen oder Warzen besetzt.
Fruchtfleisch:
je nach Sorte intensiv hellgelb bis grüngelb, orange oder grünlich; zart, schmelzend und sehr saftig; in der Mitte Kammern mit gallertartiger Masse und zahlreichen Samenkernen.
Reife:
Die Früchte duften intensiv, der Stiel ist schrumpelig und rissig, die gegenüberliegende Seite, wo die Blüte saß, lässt sich leicht eindrücken.
Überreife Früchte:
Die Blütenseite beginnt zu faulen, die Frucht gärt.
Unreife Früchte:
ohne Aroma, schmecken nach Gurken.

Verwendung

Roh als Obst, für süße Gerichte und herzhafte Salate, zu rohem Schinken, Salami und würzigen Käsesorten. Gewürfelt oder in Kugeln für Bowle oder in Sekt schwimmend als Sommerdrink. Püriert als Dessertsauce oder Sorbet.

Aufbewahrung

Ganze reife Früchte etwa 8 Tage im Kühlschrank, aufgeschnittene Früchte in Folie gewickelt maximal 2 Tage im Kühlschrank. Nachreife: bei Zimmertemperatur.

Arten und Sorten

Nach der Beschaffenheit der Schale werden die Zuckermelonen in drei Gruppen unterteilt:

Warzenmelonen oder Cantaloupe Melonen:
Stark gerippte oder mit Warzen bedeckte Schale.
Netzmelonen:
Von einem weißlichen bis hellbraunen korkartigen Netz überzogene Schale.
Honigmelonen:
Glatte, meist gerippte oder gefurchte Schale.