Steinobst

Steinobst ist ein Sammelbegriff für alle Obstsorten, die einen harten Kern im Inneren haben. Die Pflanzen wachsen in gemäßigten Klimazonen, die Früchte reifen im Sommer und Herbst. In den europäischen Anbaugebieten reift zuerst die Kirsche, danach der Pfirsich, dann die Aprikose und die Pflaume. Ausgereifte Früchte sind fruchtzuckerhaltig und dadurch oft sehr süß. Steinobst kann in rohen und im gegarten Zustand verzehrt werden. Steinobst eignet sich z. B. aber auch zur Herstellung von Süßspeisen, Kompott oder Obstkuchen.

Die auf den ersten Blick so überschaubare Steinobst-Palette wartet bei genauerem Hinschauen mit einer unglaublichen Sortenvielfalt auf. Die wirtschaftliche Bedeutung dieser Gruppe, zu der Marillen bzw. Aprikosen (Prunus armeniaca), Süßkirschen (Prunus avium) und Sauerkirschen (Prunus cerasus), Pfirsiche und Nektarinen (Prunus persica), Pflaumen und Zwetschken (Prunus domestica) zählen, ist hoch. Saftig und aromatisch, erweitern diese Früchte den sommerlichen Speiseplan auf gesunde Weise und kommen dem Bedürfnis entgegen, sich bei heißen Temperaturen leicht zu ernähren. Von der Sonne verwöhnt, erhalten sie zahlreiche Nährstoffe, die dazu beitragen, die körperliche Fitness zu erhöhen.

Das Steinobst zählt neben Gemüse und Beerenobst zu den wichtigsten Trägern von Vitaminen und Mineralstoffen. Von großer Bedeutung ist auch die Zellulose im Steinobst. Sie regt als unverdaulicher Ballaststoff die Verdauungsorgane im Körper an. Steinobst hat zudem einen hohen Wassergehalt. Außerdem besitzt es Fruchtsäure, energiespendenden Fruchtzucker, sowie einen geringen Kaloriengehalt, was den hohen gesundheitlichen Wert dieser Obstarten unterstreicht. Eiweiß und Fette sind in den Früchten nur in geringen Mengen enthalten. Deshalb sind sie für die meisten Diätformen so gut geeignet.