Physalis

Physalis

Synonyme:
Blasenkirsche, Judenkirsche, Kapstachelbeere
Plural:
Physalis oder Physalen, Blasenkirschen, Judenkirschen, Kapstachelbeeren
Familie:
Solanaceae – Nachtschattengewächse
Spezies:
Physalis peruviana

Ursprung

Wildformen der Physalis stammen vermutlich aus den Andenregionen südlich des Äquators, aus Ecuador, Bolivien, Peru und dem Norden Chiles. Domestiziert wurde die Pflanze vor mehr als 200 Jahren in Südafrika — daher der Name Kapstachelbeere. Ihre Früchte wurden damals als Mittel gegen die Vitamin-C-Mangel-Krankheit Skorbut verwendet.

Pflanze

Die Physalis wächst wie ihre Verwandten, die Tomate, an kleinen Büschen. Sobald die orangeroten Früchte reif werden, plustert sich die papierdünne Blatthülle darum auf wie ein Lampion. Die Lampionblume (Physalis alkekengi), die in unseren Breiten als Zierpflanze im Garten gehalten wird, gehört ebenfalls zu ihren Verwandten.

Anbau

Heute wird die Physalis auf dem ganzen Globus kultiviert: in Südafrika, Kenia und Madagaskar, Kolumbien, Neuseeland, den Niederlanden, Großbritannien und sogar in den Weinbaugebieten Deutschlands.

Importe

Importware erhält man das ganze Jahr über aus Kolumbien, von Dezember bis Juni aus Kenia.

Frucht

Essbar:
ganze Frucht.
Ungenießbar:
die stark gerippte gelbliche bis hellbraune Blatthülle.
Geruch und Geschmack:
erfrischend, leicht süß und säuerlich zugleich.
Größe und Form:
wie eine Stachelbeere.
Schale:
orangefarben und glänzend, leicht klebrig.
Fruchtfleisch:
gelb, weich und saftig.
Reife:
gelbe Schale.
Überreife Früchte:
unangenehm weich; eventuell Schimmelbildung an den Blatthüllen.
Unreife Früchte:
grüngelb, ziemlich sauer.

Verwendung

Roh als Obst, für süße und herzhafte Salate, für Tortenbeläge oder in Kompott und Konfitüre.

Aufbewahrung

Physalis muss man sehr trocken und luftig aufbewahren, damit sie nicht schimmeln.