Pflaume

Pflaume

Plural:
Pflaumen
Familie:
Rosaceae – Rosengewächse
Spezies:
Prunus domestica

Herkunft

Die Kultur der Pflaume ist bis ins Altertum zurück zu verfolgen, ihre Wurzeln hat sie in Vorderasien. Die europäische Pflaume wird heute als ein Artbastard aus der Schlehe (Prunus spinosa) und der Kirschpflaume (Prunus cerasifera) angesehen. Da beide Arten zwischen dem Kaukasus und Kaspischem Meer wild vorkommen, ist es wahrscheinlich, dass unsere Pflaume dort entstanden ist. Die Römer brachten sie 150 v. Chr. nach Italien, von wo sie sich in ganz Europa verbreitete. Leider ist von dieser „Urpflaume“ durch zahlreiche Kreuzungen nicht mehr viel übrig geblieben.

Frucht

Pflaumen zeichnen sich durch rundlich bis ovale Früchte, weiches, sehr saftiges Fruchtfleisch aus. Der weiße Reif, ein Belag der „Mutter Natur“ zum Schutz der Frucht vor dem Austrocknen, entsteht durch wachsartige Ausscheidungen und ist abwischbar. Sie sind stark bereift und haben einen stumpfen Stein.

Geschmack

Pflaumen sind sehr süß.

Anbau

Der Anbau erfolgt weltweit in allen Erdteilen, ist jedoch auf Asien (45 %), Europa (36 %), sowie Nord- und Zentralamerika (14 %) konzentriert.

Importe

Die einheimische Ernte fällt von Juli bis Oktober an, die Importsaison reicht von Ende Juni bis Ende Oktober. Hauptlieferanten sind Italien, Ungarn, Frankreich, Rumänien, Spanien, Polen und Türkei. Die Haupteinfuhrmonate sind August und September.

Inhaltsstoffe

Bei einzelnen Vitaminen hat die Pflaume keine Rekorde zu melden. Aber das Gesamtangebot macht es aus! Außer den Vitaminen A, C und Biotin (H) enthält diese Steinfrucht sämtliche B-Vitamine. Pflaumen sind der beste Stimulator für den Kohlenhydratstoffwechsel, für gute Nerven, mentale Frische, Antriebs- und Leistungskraft und Stressfähigkeit. Außerdem regen sie die Nieren- und Darmtätigkeit an.

Arten und Sorten

Kaum ein anderes Steinobst ist so vielseitig wie die Pflaume. Die heutigen Arten der Pflaume sind vielfach Kreuzungen und kommen in mehr als 2000 Sorten vor, welche sich — teils nur geringfügig — durch Größe, Farbe, Form und Steinlöslichkeit, Saftgehalt, Aroma und Reifezeit unterscheiden. Eine Unterteilung der Sorten ist schwierig — die folgenden fünf Gruppen haben sich etabliert:

Pflaume

Die Pflaume (auch Rundpflaume oder Eierpflaume genannt) ist etwas früher reifend als die Zwetschke, hat eine rundliche Form und ist meist mit einer deutlichen Bauchnaht versehen. Oft sind die Früchte nicht gut kernlöslich, ihre Hauptfarbe ist blau bis violett, es gibt aber auch rote und gelbe Sorte. Das Fruchtfleisch ist überwiegend gelb gefärbt und sehr saftig, süß und edel im Aroma.

Zwetschke, Quetsche, Zwetsche, Zwetschge

Die Zwetschke ist eine enge Verwandte der Pflaume und stammt ursprünglich aus Asien. Sie ist länglich mit spitzen Enden, meist ohne Furche oder Naht. Ihre Haut ist tiefdunkelblau, das Fruchtfleisch gelb, der Stein gut löslich. Ihr festes, aromatisches Fleisch, sowie ihr weißlicher Reif zeichnet sie aus. Hierzulande gibt es rund 25 bekannte Sorten mit zum Teil recht ungewöhnlichen Namen, wie z. B. Stanley, Präsident Drouard, Bühler Frühzwetschke.

Ringlotte, Reineclaude, Reneklode

Die Reineclaude, die der Botaniker Pierre Belon aus dem Orient nach Frankreich mitgebracht hat, verdankt ihren Namen Claude de France, der Frau des Königs von Frankreich Franz I. Die empfindliche Reneklode ist kugelförmig, ihre grüngelbe Haut mit rötlichem Schimmer umschließt das grünlichweiße, äußerst aromatische und süße Fruchtfleisch. Ihr Stein ist meist schwer löslich.

Mirabelle

Die Mirabelle ist eine besonders empfindliche, kleinfruchtige, kugelige Frucht von gelber Farbe mit roten Wangen oder Pünktchen. Mit ihrem festen gelben und recht süßen Fruchtfleisch eignet sie sich sehr gut zum Kochen.

Japanische Pflaume

Die Japanische Pflaume ist besonders im Winterhalbjahr als Importpflaumen aus Südafrika oder Chile zu bekommen.