

Obst – Gemüse – Südfrüchte

Orangen stammen ursprünglich aus Südchina und Südostasien. Nach Europa gelangten sie in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Kolumubus nahm auf seiner zweiten Reise im Jahr 1493 Orangensamen von den Kanarischen Inseln mit nach Haiti. Von dort verbreiteten sich die Pflanzen in der ganzen Karibik und wurden 1518 in Mexiko und 1565 in Florida erstmals angebaut. Der kommerzielle Orangenanbau in Spanien begann 1792, in Italien 1870.
In ihrer natürlichen Umgebung gehört sie — wie der Zitronenstrauch — zu den schönsten Obstbäumen. 4 bis 8 m hoch, mit kräftigen dunkelgrünen Blättern und großen weißen Blüten, deren intensiver Duft an die reife Frucht erinnert.
Orangen sind weltweit die wichtigsten und meistproduzierten Zitrusfrüchte; Plantagen findet man überall in den Tropen und Subtropen. Von den etwa 1000 Sorten werden vor allem die normale runde Orange, Navel-, Blut- und Zuckerorangen kultiviert. In den Zitrusländern der nördlichen Halbkugel blühen die Bäume im Frühjahr, die Früchte reifen im Winter und kommen als Winterorangen auf den Markt. Südlich des Äquators ist es umgekehrt: Brasilien, Australien und Südafrika liefern Sommerorangen.
Orangen werden das ganze Jahr über angeboten: Winterorangen aus den Mittelmeerländern kommen von November bis Juni, Sommerorangen aus Südafrika, Brasilien und Argentinien von Juni bis November. Nur für Blutorangen ist die Saison begrenzt, denn diese Sorten werden in den tropischen Überseeländern nicht kultiviert.
Roh als Obst und für süße Gerichte. Eingekocht als Konfitüre, ausgepresster Saft für Getränke und Saucen. Abgeriebene Schale zum Würzen.
Etwa 6 Tage bei Zimmertemperatur. Orangen reifen wie alle Zitrusfrüchte bei der Lagerung nicht nach.