Mispel

Mispel

Plural:
Mispeln
Familie:
Rosaceae – Rosengewächse
Spezies:
Mespilus germanica

Ursprung

Die Pflanze stammt aus dem Vorderen Orient und verbreitete sich von dort in die gemäßigten Zonen aller Kontinente. Noch vor 50 Jahren waren Mispeln in ganz Europa so bekannt, dass sie in alten Gartenbüchern als einheimische Frucht bezeichnet wurde.

Pflanze

Mispeln wachsen überall in Europa. Die bis zu 5 m hohen Bäume mit breiter Krone sind attraktive Schattenspender. Im späten Frühling tragen sie große weiße Blütensterne, im Herbst orangenfarbenes Laub. Die Blätter werden bis zu 10 cm lang und sind auf der Unterseite behaart.

Anbau

Mispeln kann man erst im überreifen Stadium essen. Die Früchte sollten so lange wie möglich am Baum bleiben, und meist müssen sie nach der Ernte noch 2 Wochen kühl und dunkel lagern. Anbaugebiete sind Spanien, Südfrankreich, Italien, Griechenland, die Niederlande, England, Kalifornien und Japan. Mispeln werden bei uns ab November aus Spanien, Italien und der Türkei importiert.

Frucht

Essbar ist das Fruchtfleisch, Schale und Kerne sind ungenießbar. Das Fruchtfleisch weist eine mostartigen Geruch und einen süß-säuerlichen, an Wein erinnernden Geschmack auf. In der Größe und Form können Mispeln je nach Sorte wie eine Walnuss, ein kleiner Apfel oder einen kleine Birne aussehen. Die Schale ist von gelbbraun über rostrot oder grünbraun bis dunkelbraun gefärbt und außen ledrig, rau und leicht behaart. Das Fruchtfleisch ist rötlich oder bräunlich, weich wie Teig, je nach Sorte kernlos oder mit 5 Kernen.

Reife

Nach den ersten Frostnächten. Die Schale ist dann dunkelbraun, ledrig und leicht abzuziehen, die Früchte sind weich. Unreife Früchte weisen herbes Fruchtfleisch und bitterem Nachgeschmack auf.

Verwendung

Roh als Obst, für Desserts. Gedünstet als Kuchenbelag wie Apfelmus, eingekocht als Konfitüre, Gelee oder Saft.

Lagerung

Essreife Früchte etwa 1 Woche in einem kühlen, trockenen Raum. Zum Nachreifen etwa 2 Wochen in einem kalten, trockenen Raum lagern; dazu mit den Kelchblättern nach unten auf eine dünne Lage feinen Sand setzen.