Kulturheidelbeere

Kulturheidelbeere

Plural:
Kulturheidelbeeren
Familie:
Ericaceae – Heidekrautgewächse
Spezies:
Vaccinium angustifolium × Vaccinium corymbosum

Ursprung

Der Ursprung der heute bekannten Kulturheidelbeeren geht auf die großfrüchtigen amerikanischen Heidelbeeren (Vaccinium corymbosum) und die kleinbuschigen, süßen Heidelbeeren (Vaccinium angustifolium) zurück.

Pflanze

Kulturheidelbeeren gehören ebenfalls zu den Heidekrautgewächsen und sind eine kultivierte Form der Waldheidelbeeren. Im Gegensatz zu den wilden Waldarten wachsen die Kulturheidelbeeren an bis zu 2 Meter hohen Sträuchern.

Frucht

Die 10 - 25 mm großen Früchte der kultivierten Heidelbeere sind etwas größer als die der wildwachsenden Waldheidelbeere. Wer von Kulturheidelbeeren nascht, hat keine blauen Zähne zu befürchten. Anders als bei den Waldheidelbeeren ist ihr Fruchtfleisch hell und ihr Saft nicht färbend.

Geschmack

Ein Genuss sind die herb-säuerlichen Kulturheidelbeeren. Da sie zuckerhaltiger als ihre wilden Verwandten sind, ist ihr Saft gelierfähiger und besser zur Konfitürenherstellung geeignet.

Anbau

In Europa werden erst seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts Heidelbeeren kultiviert. Das erste und heute noch größte Anbaugebiet in Europa ist die Lüneburger Heide.

Importe

Im Frühjahr aus Spanien; in den Wintermonaten aus Chile, Argentinien, Neuseeland, Australien und Südafrika.

Reife

Ab Anfang Juni bis Ende September.

Inhaltsstoffe

Die Frucht enthält wertvolle Zitronen-, Äpfel- und andere Fruchtsäuren, ist reich an Mineralien, vor allem Eisen, Gerbstoffen und Vitaminen. Außerdem weisen alle Heidelbeeren einen besonders hohen Wert an Anthocyanen auf, die zur Stärkung des Immunsystems und zur Verzögerung des Alterungsprozesses wesentlich beitragen.