

Obst – Gemüse – Südfrüchte

Die Heimat der bereits bei den Römern bekannten Kirsche ist das gesamte europäische und asiatische Festland. An der Entstehung der zahllosen zeitgenössischen Kulturformen sind in der Hauptsache die Vogelkirsche und Wildformen der Sauerkirsche beteiligt.
Kirschen wachsen an bis zu 20 m hohen Bäumen. Die rundlichen Früchte sind verschiedenfarbig: gelb, rötlich bis fast schwarz. Sie wiegen zwischen 5 und über 10 g.
Ihr ganz spezielles Fruchtaroma macht sie geschmacklich unschlagbar; rassig im Geschmack, zuckersüß und saftig.
Kirschen werden heute weltweit in den gemäßigten Zonen angebaut. Europa ist mit 75 % an der Weltproduktion beteiligt. Die größten Süßkirschenerzeuger sind die Türkei, die USA und Italien.
Kirschen sind außerordentlich gesund, Saft und Fruchtfleisch sind prallvoll gefüllt mit wertvollen Nährstoffen. Sie enthalten sehr viel Vitamin C (für Immunsystem, mentale Frische) und Folsäure (wichtig für Gehirn und Nerven, Blutbildung und Wachstum). Kirschen bieten viel Kalzium (für Knochen, Zähne, Nervenfunktion), Eisen (für Blutbildung, Zellatmung) und Kalium (für Zellversorgung, wirkt entwässernd).
Die Saison für die heimische Kirsche dauert von Juni bis August (Hauptabsatz im Juli), die Saison für Sauerkirschen von Juni bis September (Hauptabsatz im Juli/August). Obwohl die heimische Ernte beachtlich ist, werden noch erhebliche Mengen an Süß- und Sauerkirschen aus der Türkei, Italien, Spanien, Frankreich, Griechenland und Ungarn importiert.
Der Fruchthandel unterscheidet zwischen Süßkirschen und Sauerkirschen. Bei Süßkirschen unterscheidet man Herzkirschen (weichfleischig) und Knorpelkirschen (festfleischig). Beide gibt es in dunklen Sorten mit rotem, färbendem Saft und in gelben oder bunten Sorten mit hellem, nicht färbendem Saft. Bei Sauerkirschen unterscheidet man Weichseln (weichfleischig, Früchte dunkel, Saft rot, färbend) und Amarellen (Früchte gelb oder bunt, Saft hell, nicht färbend).