Kaktusfeige

Kaktusfeige

Synonyme:
Kaktusbirne, Opuntie, Stachelfeige
Plural:
Kaktusfeigen, Kaktusbirnen, Opuntien, Stachelfeigen
Familie:
Cactaceae – Kakteengewächse
Spezies:
Opuntia ficus-indica

Ursprung

Feigenkakteen stammen aus Mexiko; Sorten mit wenigen oder gar keinen Stacheln wurden vermutlich schon von den Azteken gezüchtet. Franziskanermönche brachten sie 1769 nach Kalifornien. Höchst stachelige Sorten hingegen wurden von spanischen Seeleuten schon früher exportiert und sind vor allem in Südafrika, Indien und Australien zur Plage geworden.

Pflanze

Als Kakteen gedeihen die 3 bis 4 m hohen Opuntien in Trockengebieten und stellen seit Jahrtausenden eine wichtige Nahrungsquelle für Mensch und Tier dar. Die Pflanzen laufen in 20 cm breiten und bis zu 40 cm langen Stängelgliedern aus den „Ohren“, an deren Spitze Beerenfrüchte sitzen — pro Kaktus etwa 100 bis 200.

Anbau

Wilde und kultivierte Feigenkakteen wachsen überall in den Tropen und Subtropen. Das größte Anbauland ist Mexiko mit etwa 3 Millionen Tonnen pro Jahr.

Importe

Von Juli bis Oktober hauptsächlich aus Tunesien, von Juli bis Dezember aus Italien und der Türkei, im November und Dezember aus Spanien, von November bis April aus Peru. Israel deckt den Bedarf in August. Das ganze Jahr über liefern Brasilien und Kolumbien.

Frucht

Essbar:
Fruchtfleisch und Samen.
Ungenießbar:
Schale.
Geruch:
neutral.
Geschmack:
erfrischend und fein säuerlich.
Größe und Form:
5 bis 10 cm lang, oval mit deutlich abgesetzter Spitze.
Schale:
nicht besonders dick; je nach Sorte zuerst grün, dann rötlich, lachsfarben, gelb gefleckt.
Fruchtfleisch:
blassgrün, gelb, orange oder rot, gleichmäßig durchsetzt mit kleinen schwarzen Samen; Konsistenz etwa wie eine mehlige Birne, trotzdem saftig.
Reife:
Die Schale wird bunt — gelb mit roten Flecken.
Überreife Früchte:
Schale bräunlich; Früchte unangenehm weich, Fleisch glasig.
Unreife Früchte:
Schale grün.

Verwendung

Roh als Obst sowie für süße und herzhafte Salate oder eingekocht.

Aufbewahrung

Reife Früchte etwa 2 Tage bei Zimmertemperatur; Nachreife ebenfalls bei Zimmertemperatur.

Hinweis

Kaktusfeigen wirken abführend!