Erdbeere

Erdbeere

Synonyme:
Ananaserdbeere, Gartenerdbeere, Prestling
Plural:
Erdbeeren, Ananaserdbeeren, Gartenerdbeeren, Prestling
Familie:
Rosaceae – Rosengewächse
Spezies:
Fragaria ananassa

Klein, rot, süß — einfach unwiderstehlich. Die meisten Österreicher haben Erdbeeren zum „Fressen“ gern. Wirklich köstlich aromatische Erdbeeren kommen von heimischen Feldern.

Ursprung

Die Garten-Erdbeere entstand Mitte des 18. Jahrhunderts zufällig in Frankreich. Die großfruchtige, aber relativ geschmacklose Chile-Erdbeere — die 1712 nach Europa kam und in Südchile über Peru, Kalifornien bis Alaska und Hawai verbreitet ist — befruchtete die kleine, wohlschmeckende Scharlach-Erdbeere, die 1623 nach Europa gelangte. Diese Kreuzung war zwar nicht beabsichtigt, wurde aber ein voller Erfolg, denn die Nachkommen vereinigten die guten Eigenschaften beider Eltern in sich. Eine neue Kulturpflanze — die Gartenerdbeere — war geboren. Der Erdbeeranbau war zunächst auf Haus- und Schlossgärten beschränkt. Französische, englische und einige deutsche Sorten dominierten das Angebot.

1870 wurden in Wiesen (Burgenland) die ersten sogenannten Ananas (Ananaserdbeeren) gepflanzt. Durch den guten Absatz am Wiener Markt gewann die Erdbeerkultur rasch an Bedeutung. Von 1910 bis 1922 gab es in Wiesen sogar eine „Staatliche Versuchsstation für Ananas-Erdbeeren“. Damals verbreitete Sorten waren: Konsum, Laxtons Noble (mundartlich „Die Rund“), Späte von Leopoldshall, Königin Louise (mundartlich „Die Madlische“), Perle von Gotha, Riese von Thüringen und Riese von Harzland. In den 1920er Jahren setzte sich Madame Moutot (mundartlich „Paradeiser“) als Hauptsorte durch.

Pflanze

Die Erdbeer-Pflanzen bevorzugen bei ausgeglichenem Klima eine schwachsaure Reaktion des Bodens.

Frucht

Die Erdbeere sind botanisch gesehen eine Staude; die Frucht eine Scheinfrucht. Die Früchte sind je nach Sorte in Form und Größe verschieden. Erdbeeren haben eine hell bis dunkelrote Färbung, sind mehr oder weniger fest und saftreich.

Geschmack

Der Wert der Erdbeere liegt in ihrem einmaligen Aroma.

Anbau

Heute wird die Erdbeere in nahezu sämtlichen Ländern der Erde angebaut, von den Subtropen bis zum arktischen Bereich.

Importe

Spanien, Italien und Frankreich und Deutschland sind die vier bedeutendsten Exporteure der EU.

Reife

Die Erdbeeren müssen so reif wie möglich geerntet werden, d. h. nur voll ausgefärbte Früchte ohne Weißanteile versprechen einen erdbeertypischen Geschmack.

Transport und Lagerung

Erdbeeren müssen vorsichtig transportiert werden. Sie sind sehr druckempfindlich und faulen schnell, wenn sie beschädigt sind. Die Lagerfähigkeit völlig einwandfreier Früchte ist sortenweise sehr verschieden, sie beträgt bei optimal 0 bis 2 °C und 90 bis 95 % Luftfeuchtigkeit nur 3 bis 5 Tage. Erdbeeren sollten bald gegessen werden, sonst leidet das feine Aroma.

Inhaltsstoffe

Erdbeeren regen die Verdauungs- und Nierentätigkeit an, kräftigen das Immunsystem, wirken entwässernd und fördern das Zellwachstum. Sie heilen Blutarmut durch ihren Eisengehalt, sowie Gicht und Tuberkulose. Die Früchte haben einen hohen Gehalt an Mineralstoffen (Calcium, Kalium, Phosphor und besonders Eisen), Fruchtsäuren, Provitamin A, B1 und B2, und vor allem Vitamin C.

Manche Menschen reagieren leider mit Allergien auf die Erdbeeren (Bläschenausschlag, Nesselsucht). Dies ist eine Störung der Magennerven, die sich vermeiden lässt, wenn man die Erdbeeren durch ein Sieb streicht und etwas Kalzium zugibt.