Banane

Banane

Plural:
Bananen
Familie:
Musaceae – Bananengewächse
Spezies:
Musa paradisiaca

Ursprung

Die Urform unserer Obstbanane ist aus zwei Wildarten entstanden: Musa accuminata aus dem feuchtheißen Malayischen Archipel mit relativ viel Fruchtfleisch und kleinen Samen sowie der robusten Musa balbisiana aus der Region Indien-Philippinen-Neuguinea. Beide Arten wurden vermutlich schon vor etwa 10.000 Jahren gekreuzt. Seitdem hat sich die Pflanze teils selbstständig, teils durch See- und Handelsleute nach Ost und West verbreitet: Die Portugiesen führten sie Anfang des 16. Jahrhunderts auf den Kanaren ein. In die Neue Welt gelangten Banane vermutlich erst nach Christoph Kolumbus: Im Jahr 1516 werden Stauden nach Haiti gebracht. Die ersten Fruchtimporte nach Österreich liegen nur etwa 100 Jahre zurück.

Pflanze

Bananen sind die größten Kräuter der Erde: mächtige Stauden, die in ihrer Wildform bis 15 m, in Plantagen zwischen 6 und 9 m Höhe erreichen.

Anbau

Bananenplantagen gibt es in allen tropischen Regionen; die kleinwüchsige Sorte Dwarf Cavendish (Zwerg-Cavendish, Kanarische oder Chinesische Banane) gedeiht auch außerhalb der Tropen. Hauptanbauländer sind Brasilien, Indien, die Philippinen, Ecuador, Mexiko und Thailand.

Angebot

Seit Jahren kommen vorwiegend große Bananen auf den Markt. Gehandelt werden sie jedoch nicht unter ihren Sortennamen, sondern unter den Markennamen der Fruchthandelskonzerne (Chiquita, Dole, Bonita).

Importe

Große Obstbananen kommen das ganze Jahr über aus Ecuador, Kolumbien, Costa Rica, Honduras, Guatemala und Panama. Andere Sorten werden unregelmäßig angeboten und unterliegen Preisschwankungen.

Frucht

Essbar:
Fruchtfleisch.
Ungenießbar:
Schale.
Größe:
von Fingerlänge bis etwa 30 cm.
Form:
gekrümmt oder gerade; von lang und schlank mit spitzem Ende bis dick und stumpf.
Schale:
grün, gelb bis rötlich.
Fruchtfleisch:
cremefarben bis gelb und rötlich.
Reife Früchte:
Schale gelb, bei Vollreife bräunlich-gelb mit kleinen braunen Tupfen.
Überreife Früchte:
Schale mit braunen Flecken oder ganz braun verfärbt; Fruchtfleisch mit leichtem Alkoholgeschmack.
Unreife Fruchte:
hart und grün; Fleisch herb, auch bitter.

Verwendung

Roh, gebraten, gebacken und eingekocht als Konfitüre oder Chutney.

Aufbewahrung

Reife Früchte bei Zimmertemperatur. Im Kühlschrank verlieren sie ihr Aroma und werden fleckig. Nachreife bei Zimmertemperatur.