Avocado

Avocado

Plural:
Avocados
Familie:
Lauraceae – Lorbeergewächse
Spezies:
Persea americana

Ursprung

Avocados wurden bereits vor 8000 Jahren in Mexiko und Guatemala angebaut; ihr Name leitet sich von dem aztekischem (Nahuatl) Wort ahuakatl ab. Um 1600 brachten die Europäer sie nach Südspanien, 1833 nach Florida, schließlich Mitte des 19. Jahrhunderts nach Kalifornien und Asien. Die Früchte, die wir heute essen, stammen von drei Urformen ab: dem fettreichen, dünnschaligen Typ aus dem Hochland von Mexiko, dem rauschaligen Guatemala-Typ aus dem Hochland von Zentralamerika und dem „mageren“ westindischen Typ mit glatter, ledriger Schale und großem Kern, der aus dem zentralamerikanischen Tiefland kommt.

Pflanze

Avocados wachsen an 10 bis 20 m hohen Bäumen mit blaugrünen, stark geäderten Blättern — Zeichen ihrer Verwandtschaft mit Lorbeer. In Kulturen hält man die Bäume auf etwa 5 m Höhe, damit man besser ernten kann. Die winzigen, gelbgrünen Blüten bilden dichte Rispen, deren Anzahl so groß ist, dass aus durchschnittlich 5000 Blüten nur eine einzige Frucht entsteht. Avocados sind Steinfrüchte mit Samenkern wie Aprikosen und können je nach Sorte bis zu 20 cm lang werden.

Anbau

Je nach Typ wachsen Avocados in den Tropen und Subtropen: Die Mexiko-Avocado verträgt Frost bis -3 °C und gedeiht auch im Mittelmeerraum. Die westindische dagegen braucht tropische Temperaturen. Die Bäume sind ziemlich widerstandfähig gegen Schädlinge, so dass man in Avocado-Plantagen kaum Pflanzenschutzmittel einsetzt. Je nach Sorte werden die Früchte 9 bis 18 Monate nach der Blüte gepflückt, wenn sie reif, aber noch hart sind.

Importe

Das ganze Jahr über aus allen Kontinenten.

Frucht

Essbar:
Fruchtfleisch.
Ungenießbar:
Schale, Kern.
Geruch und Geschmack:
sahnig, nussartig.
Reife:
Die Früchte werden weich wie eine reife Banane; auf der Schale schwarze Pünktchen; der Stielansatz lässt sich leicht auszupfen. Das Fruchtfleisch ist gleichmäßig grün und weich wie streichfähige Butter. Bei manchen Sorten ändert sich die Schalenfarbe.
Überreife Früchte:
ausgeprägte schwarze Flecken auf der Schale; Fruchtfleisch mit schwarzen Schlieren.
Unreife Früchte:
hart oder — falls zu früh gepflückt — schrumpelig und ohne Aroma.

Verwendung

Roh mit Zitronensaft, Pfeffer und Salz zum Auslöffeln, für süße und herzhafte Salate, püriert als Creme oder Drink sowie eventuell kurz erhitzt als Suppe.

Übrigens

Der holländische Name für Eierlikör — Avokaat — stammt von der Avocado. Die Indios hatten einen cremig-sahnigen Likör aus Avocados gebraut, und die Europäer mussten die Tropenfrüchte durch Eier ersetzen.